Hintergründe - Background information

 

Band 1 - Volume 1

Zwischen 1917 und 1970 sollen schätzungsweise etwa eine Million Tonnen Chemiewaffen in den Meeren verklappt worden sein. Es wird geschätzt, dass im deutschen Bereich der Nordsee etwa 1,3 Millionen Tonnen Alt-Munition aus Weltkriegszeiten liegen. Krebserregende Stoffe wie TNT, die aus den verrostenden Behältern austreten, können von Fischen und Muscheln aufgenommen werden und in den Nahrungskreislauf gelangen. Zum Thema empfehlen wir die Doku "Versenktes Gift": https://www.youtube.com/watch?v=jR-h-TT4T7s

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Between 1917 and 1970, presumably one million tons of chemical weapons were dumped in the oceans. TNT and other carcinogenic chemicals that leak from the rusting containers can be absorbed by fish and bivalves and enter the food cycle.

 

 

 


Explosionen unter Wasser stellen für alle Lebewesen, die luftgefüllte Hohlräume im Körper haben, eine tödliche Gefahr dar. Im Wasser trifft die Energie der Druckwellen einer Explosion ungebremst auf die Luft im Körper und  versetzt sie in extrem schnelle Schwingungen, was zu tödlichen inneren Verletzungen führen kann. Beim Menschen wären Lungen, Verdauungstrakt, Nasennebenhöhlen und Gehörgänge betroffen. Dieses Video zeigt sehr eindrucksvoll und gut verständlich, warum Explosionen unter Wasser so gefährlich sind: https://www.youtube.com/watch?v=W4DnuQOtA8E

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Underwater explosions can be deadly for every organism that has air inside their body. Under water, the energy of an explosion's shockwaves hit the air in the body unhindered, causing it to vibrate extremely fast which can cause fatal injuries. In humans, mostly the lungs, digestive system, sinuses and ear canals would be affected. 

 

 

 

"Doctopus"

Kopffüßer sind die einzige Tiergruppe neben den Wirbel-tieren, die ein umfangreiches Nervensystem besitzen und komplexe Verhaltensweisen zeigen. Besonders die Intelli-genz der Oktopusse bzw. Kraken ist legendär. Mit ihren phänomenalen Sinnen und dem riesigen Gehirn können sie sehr schnell lernen und verschiedenste Entscheidun-gen treffen. Sie besitzen ein Gedächtnis und haben fan-tastische Fähigkeiten, was Tarnung und Fluchtstrategien angeht.
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Apart from vertebrates, cephalopodes are the only group of animals that developed a complex nervous system and show a broad range of behaviour. Especially the intelligenz of the octopus is legendary. With their fantastic senses and a huge brain, they're able to learn quickly and make many different kinds of decisions. They have a memory and mind-blowing abilities concerning (Tarnung) and escape strategies. 

 

 

 

Tentacle, arm, funnel/siphon

Die mit Saugnäpfen besetzen Körperteile der Kopffüßer werden als Arme bezeichnet. Die beiden längeren "Fang-Arme" der Zehnar-migen Tintenfische (Kalmare und Sepien) sind die Tentakel. Sie sind sehr dehnbar, tragen nur an ihren verdickten Enden Saugnäpfe und können zurückgezogen werden, sodass sie kaum zwischen den Armen auffallen. Bei der Jagd schießen sie blitzschnell hervor, um Beute zu packen. Oktopusse besitzen acht Arme, aber keine Tentakel.
Im unteren Bereich des Kopfes der meisten Kopffüßer befindet sich ein flexibler, röhrenförmiger Trichter. Er wird für die Atmung benötigt und ermöglicht den Tieren, sowohl vorwärts als auch rückwärts zu schwimmen. Auch die Ausscheidungen und, wenn nötig, Tinte werden durch ihn ausgestoßen.
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The cephalopod limbs that are equipped with lots of suckers are called arms. The two elongated arms of the squid and cuttlefish, however, are the tentacles. They're very elastic, are equipped with suckers on their thickened ends only and can be pulled back so they're hardly recognizable within the arms. For hunting, they can be extended very fast to catch prey. Octopus have eight arms, but no tentacles.
In the lower part of the head, most cephalopods have a flexible, tubular siphon (also called funnel). It's needed for breathing and enables the animals to swim both backwards and forwards. It's also used for defecating and, if necessary, excreting ink.

 

 

 

 

Die Luft, die beim Tau-chen geatmet wird, hat eine erhöhte Dichte und der darin enthal-tene Stickstoff reichert sich im Gewebe an. Es ist wichtig, beim Auf-tauchen auf die richtige Dekompression zu ach-ten, denn wenn zu viel Stickstoff im Körper angesättigt ist und man zu schnell auftaucht, also der Umgebungsdruck rapide sinkt, bilden sich Gasbläschen in den Körper-geweben. Diese Bläschen können die Dekompressionskrankheit (Taucherkrank-heit) mit unterschiedlichen, schlimmstenfalls tödlichen Symptome hervorrufen, die manchmal erst 24 Stunden später auftreten.    
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The air that divers breathe has a rather high density and its nitrogen accumulates in the tissue. It's important to follow the proper decompression procedures before surfacing. Too much nitrogen saturated in the body after surfacing too quickly would cause small gas bubbles to form in the tissue. These bubbles can cause decompression sickness (DCS or diving disorder) with a variety of symptoms that can, at worst, be fatal and sometimes only appear after 24 hours.

 

 

 

 

Gosh! Like the immortal "Turritopsis" jellyfish?

Anders als die meisten anderen Nessel-tiere, stirbt die Qualle Turritopsis dohrnii nicht nach der Fortpflanzung ab, sondern kann Zellen ihres Außen-schirms in einen neuen festsitzenden Polypen "verwandeln", der mit der Qualle genetisch identisch ist. Der Polyp kann wieder zur Qualle heran-reifen, der Lebenszyklus kann immer wieder durchlaufen werden und die Qualle theoretisch biologisch unsterb-lich werden. Diesen Vorgang bezeichnet man als Rejuvenation (Wiederverjün-gung) und ist im Tierreich einmalig. In freier Natur wurde er jedoch noch nie beobachtet, da er recht schnell stattfindet und die Tiere Fressfeinden und Krank-heiten zum Opfer fallen können.   
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Other than most jellyifsh, the "immortal jellyfish" Turritopsis dohrnii doesn't die after reproduction, but is capable of turning cells of its bell back into a new polyp which settles onto the seabed. This polyp can grow and become a jellyfish again, so the life-cycle can start over and over, making the jellyfish biologically immortal in theory. This rejuvenation is unique in the animal kingdom. It has never been observed in nature, though, because it happes rather quickly and the animals can still fall victim to predators or disease.